Feierstunde statt Staatsempfang

100 Jahre Coburg in Bayern

Do, 2. Jul. 2020

Vor 100 Jahren, am 1. Juli 1920, schloss sich der damalige Freistaat Coburg offiziell an dem Freistaat Bayern an. Der Staatsempfang musste wegen Corona verschoben werden. Stattdessen gab es eine kleine Feierstunde.

Feierstunde statt Staatsempfang: Trotz Corona - so ganz ohne offizielle Feier sollte das Jubiläum ‚100 Jahre Coburg in Bayern‘ nicht über die Bühne gehen. So kam im Riesensaal von Schloss Ehrenburg ein kleiner Kreis an Ehrengästen zusammen. Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken, hob die besondere Bedeutung des Jubiläums hervor:

Heidrun Piwernetz - Regierungspräsidentin Oberfranken
„Wir haben erlebt, dass diese Entscheidung auch angesichts der deutschen Geschichte nach 1945 tatsächlich eine win-win-Situation für beide Seiten geworden ist. Coburg ist heute eine zukunftsfähige Region, die sich ihre kulturellen Eigenarten bewahrt hat. Die Einrichtungen, die der Freistaat Bayern damals garantiert hat, gibt es heute noch in lebendiger Form.“ 

Dem Verhandlungsgeschick der Vorfahren verdanke Coburg die wirtschaftliche Stärke und die kulturelle Vielfalt, betonte Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. In dem Erbe der Vorgänger sieht Sauerteig auch eine Verpflichtung:  

Dominik Sauerteig - Oberbürgermeister der Stadt Coburg
„Wenn man sich betrachtet, dass wir eine sehr sehr reichhaltige Geschichte haben, mit sehr viel historischen Gebäuden auch im Stadtgebiet, dann ist das ein Stück weit natürlich auch die Verantwortung mit den Gebäuden auch so umzugehen, dass sie auch langfristig erhalten bleiben. Ich denke da beispielsweise an das Landestheater, da steht eine Generalsanierung an, da müssen wir gemeinsam mit dem Freistaat Lösungen finden, wie wir das in den nächsten Jahren auch umzusetzen.“   

Der feierliche Staatsempfang ist übrigens nur verschoben, er soll nachgeholt werden – sobald es die Situation wieder zulässt.

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